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6 Punkte, die die Welt bedeuten!

Dienstag, 27. April 2010, 9.30 bis 17 Uhr, Halle 26, Stand 2619, im Rahmen von "Wenn die Augen schwächer werden, sind wir mit Rat und Tat Ihr Partner!" auf dem Mannheimer Maimarkt 2010, 24.04. – 04.05.2010

 

Was ist das für ein Gewirr an Punkten auf den Medikamentenpackungen? Was sind das für Unebenheiten auf der CD? Wozu dienen die Punktemarkierungen an den Bedienelementen des Lifts? Am Dienstag, 27. April 2010 ab 9:30 Uhr beantworten wir diese Fragen und noch viele mehr, am Beispiel von Karten- oder Brettspielen - Wir zeigen Ihnen, wie wichtig die Blindenschrift sein kann. Die Blindenschrift schafft Zugang zu gedruckten Texten aller Art, nicht nur Bücher, sondern eben auch Medikamente und zu vielem, was für sehgeschädigte Menschen im Alltag unentbehrlich ist. Die Kennzeichnung von Lebensmitteln, Medikamenten, Markierung von Nähgarn, Gewürzen, CDs, Notizen wie Telefonverzeichnisse etc. – alles ohne Blindenschrift für Nichtsehende unmöglich zu erkennen.
Zugleich geben wir unseren sehenden Besuchern einen Einblick in die Blinden- oder Braille-schrift. In einer Leseecke bieten wir darüber hinaus "Lesespaß für große und kleine Leute" an. Nehmen Sie Platz und hören zu, wenn blinde Menschen Ihnen die verschiedensten Texte vorlesen, vom Liebesgedicht bis zum Kinderbuch.

 

Louis Braille hat im Alter von 4 Jahren sein Augenlicht durch einen Unfall verloren. Er hat mit seiner Erfindung vor gut 200 Jahren den Grundstein für den Zugang blinder Menschen zu Bildung und Wissen eröffnet. Die blinde Diana z.B. sagt unumwunden: "Die Blindenschrift ist ein ganz wichtiger Bestandteil meines Lebens, ohne sie wäre ich Analphabet." Heute kommunizieren Millionen von blinden Menschen überall in der Welt mit der nach Braille benannten Methode.

 

Wie kam es zu dieser epochalen Erfindung? Nach Erblindung in früher Jugend erhält Louis Braille die Chance zum Besuch der Königlichen Blindenschule in Paris. Dort wird der Hochbegabte bald auch als Lehrer eingesetzt. Mit den damals unzulänglichen tastbaren Schriftsystemen unzufrieden, entwickelt er ein einfaches und zugleich geniales System. 1824 stellt er die nur aus sechs mit den Fingern ertastbaren Punkten und noch heute gültige Blindenschrift vor. 1829 veröffentlicht er sein erstes Lehrbuch. Den weltweiten Siegeszug seiner Schrift sollte Louis Braille nicht mehr erleben. Er starb am 6. Januar 1852 an Tuberkulose. Auf dem Sterbebett wurde er noch mit dem Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet. 1854 wurde seine Schrift offiziell als Blindenschrift in Frankreich anerkannt. Von da an startete der weltweite Siegeszug der Blinden- oder Brailleschrift. Heute wird sie in mehr als 200 Sprachen verwendet. Zuletzt kam tibetisch zu Anfang dieses Jahrtausends dazu.

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