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Der Verbandstag des DBSV positioniert sich zu gesellschaftlichen Themen

Der Verbandstag 2026 war thematisch weit gefächert. Die Delegierten befassten sich mit verschiedenen Resolutionen bis hin zu einer Satzungsänderung.

Im öffentlichen Teil des Verbandstags besuchte Ministerin Bärbel Bas die Versammlung. In ihrer Rede stellte die Ministerin klar, dass Sie für Solidarität statt Ausgrenzung steht. „Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und gleiche Chancen sind keine Interessen einzelner Gruppen. Sie sind der Maßstab dafür, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen“, sagte die Bundessozialministerin in ihrem Statement.

DBSV-Präsident Hans-Werner Lange begrüßt die klaren Worte der Ministerin als ein wichtiges Signal: „Mit großer Sorge nehmen wir wahr, dass Menschen mit Behinderungen zunehmend als Bürde für die Gesellschaft dargestellt werden – sei es in der Diskussion um die Eingliederungshilfe oder im Entwurf für das neue Behindertengleichstellungsgesetz, in dem alle nötigen baulichen Veränderungen und Änderungen von Gütern und Dienstleistungen pauschal als unverhältnismäßige Belastung für die Wirtschaft gelten. Dadurch werden Werte wie Menschenwürde, Gleichberechtigung und Solidarität infrage gestellt.“

Der Verbandstag hat hier ein wichtiges Signal gesetzt. Es wurde die Resolution

„Sozialstaatsreform mit Weitsicht – Teilhabe sichern, Solidarität stärken!“

von den Delegierten verabschiedet. Darin sind die Forderungen der Selbsthilfe klar definiert.

Wie bereits erwähnt, stimmten die Delegierten auch zwei weiteren Resolutionen zu. Denn die Rehabilitation blinder Menschen und von Menschen nach einem Sehverlust ist schon lange Thema in unseren Kreisen. Die Resolution

„Bedarfsgerechte Rehabilitation für blinde und sehbehinderte Menschen verbessern!“

bringt die Probleme auf den Punkt. Menschen dürfen nach einer OP nicht durch eine Zurückweisung einer Rehastätte benachteiligt werden, nur weil das Personal nicht entsprechend geschult und es zu wenig Personalkapazität gibt.


Die dritte verabschiedete Resolution

„10 Jahre Merkzeichen taubblind – Jetzt echte Teilhabe möglich machen!“

beschäftigt sich mit Menschen in unseren Reihen, die viel zu wenig beachtet werden und deren Bedürfnisse und Bedarfe bis heute noch nicht richtig bedacht werden.

Auch die Entschließung

„KI muss barrierefrei und inklusiv werden“

fand breite Zustimmung. Viele, vor allem jüngere Mitglieder, nutzen bereits teils privat teils beruflich die KI. Und ringen um einen barrierefreien Zugang.

Um den Straus der vielfältigen Themen zu runden, sei erwähnt, dass der DBSV sich in seiner neuen Satzung zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung bekannt hat. Die Satzung wurde mit großer Zustimmung, aber auch mit zwei Enthaltungen angenommen.